Gleichberechtigung – oder Frauen in der Politik

Es ist schade, dass Gleichberechtigung von Männern und Frauen auch im 21. Jahrhundert immer noch ein Thema ist. 50% der Weltbevölkerung sind Frauen und so wäre es doch eigentlich selbstverständlich, dass sich dieses Verhältnis auch in der Politik widerspiegelt. Gleichberechtigung im Beruf, gleicher Lohn für gleiche Arbeit sollten eigentlich nicht zur Diskussion stehen. Wie beschämenderweise aus den Medien zu erfahren war, ist "steuerbar" für Frauen in der Politik ein Qualitätskriterium.

Als wahlwerbende Liste, die sich aus verschiedenen schon bestehenden Fraktionen formiert hat, ist uns Meinungsvielfalt nicht fremd. Aus Diskussionen entsteht Neues, bestehende Strukturen müssen in Frage gestellt werden dürfen. Und wenn der Input von der weiblichen Hälfte unserer Liste kommt, ist es in Ordnung und erwünscht. Üblicherweise wird Frauen Kompromissbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und Organisationstalent beschieden.

Auf diese Eigenschaften wollen wir nicht verzichten. Eben so wenig auf die Tatsache, dass sie vielleicht weniger "steuerbar" sind, den Mund aufmachen und kritisch hinterfragen.


In der PTÖ sind 50 % aller Kandidaten für die Kammerwahl weiblich.

Bei der Gruppe des jetzigen Präsidenten finden sich knapp 19% Frauen auf der Liste.

Warum wohl?


Der tierärztliche Beruf ist mittlerweile weiblich, wir managen unsere Praxen, unsere Familien, sind streitbar, wenn es nötig ist und kompromissbereit, wenn es die Situation erfordert.

Wir sind der tierärztliche Beruf, wir finanzieren adäquat die Kammer und erwarten eine unserem Geschlecht gerechte Anzahl an wählbaren Vertreter*innen.